Dienstag, 07. Februar 2006

Spekulationen über Bahnübergänge in Lintorf beendet

Nachdem es zuletzt zahlreiche Reaktionen und Spekulationen bezüglich des neuen Verkehrsinfrastrukturbedarfsplanes für Nordrhein-Westfalen gegeben hatte, lud Dr. Wilhelm Droste, der Landtagsabgeordnete für Ratingen, Oliver Wittke, den Landesminister für Bauen und Verkehr, zu einem Gesprächstermin am vergangenen Dienstagmorgen nach Lintorf ein. „Die Beseitigung der Bahnübergänge in Lintorf war nie gefährdet. Wenn alles gut läuft, kann schon im nächsten Jahr der Bau der Unterführung am Konrad-Adenauer-Platz beginnen.“, machte der Minister den zahlreich erschienenen Vertretern der Presse und der Ratinger CDU unmissverständlich klar. Die Diskussion hierüber in Ratingen habe er nicht verstanden. Die gesamte Maßnahme sei nicht bedarfsplanpflichtig. Gleichwohl werde man sie in dem abschließenden Bedarfsplan aufführen, um für Klarheit zu sorgen. Dies hatte auch Dr. Wilhelm Droste mehrfach bekräftigt. Dennoch war dies immer wieder angezweifelt worden.

Auch bei der Reaktivierung der Ratinger Weststrecke sorgte Wittke für Aufklärung: „Die Westbahn kann kommen, sobald der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als Aufgabenträger die notwendige Bestellergarantie abgegeben hat. Wir werden sie dafür mindestens als Planungsreserve berücksichtigen.“ Der Minister lobte erneut die Westbahn als „attraktive Schienenverbindung“. Oliver Wittke warb jedoch für Verständnis: „Nicht alles, was wünschenswert ist, kann auch realisiert werden. Die Mittel des Landes reichen nicht, um auch noch den Betrieb zu finanzieren.“ Deshalb müssten neben Ratingen auch noch die beiden anderen beteiligten Städte, Duisburg und Düsseldorf, eine entsprechende Zusage geben.

Für den Neubau der Landesstraße 239 in Ratingen-Schwarzbach zwischen den Bundesautobahnen 3 und 44 verwies der Minister auf den bestehenden Planfeststellungsbeschluss. Anders als diese Maßnahme habe die Ortsumgehung Homberg jedoch einen zu niedrigen Verkehrswert und sei deshalb nicht im Plan enthalten.
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