Karl-Josef Laumann, der bis zur Auflösung des Landtags Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion war, hat am Donnerstag, den 12. April, auf Einladung des Ratinger Christdemokraten Dr. Wilhelm Droste zum wiederholten Mal den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Ratingen besucht und zeigte sich sichtlich beeindruckt von der eindrucksvollen Arbeit des Sozialdienstes. Bereits 1908 entstand der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ratingen. Er ist Mitglied im Deutschen Caritasverband. Derzeit leisten mehr als 70 hauptberufliche und 100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unbürokratische und individuelle Hilfe im direkten Kontakt mit den Klientinnen und Klienten. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim SkF und besonders die Vorsitzende Frau Bohnen leisten seit Jahrzehnten jeden Tag wichtige und wertvolle Arbeit für unsere Heimatstadt, die unsere höchste Anerkennung verdient", so Droste. „Ich freue mich, Karl-Josef Laumann als ausgewiesenem Kenner der Sozialpolitik diese außergewöhnliche Einrichtung bei uns in Ratingen zeigen zu dürfen."
Laumann und Droste besichtigten zunächst gemeinsam mit Frau Bohnen die Radstation am Ostbahnhof. Die Radstation am Ostbahnhof ist ein Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für langzeitarbeitslose Männer aller Altersgruppen, die Arbeitslosengeld II (ALGII) beziehen. In der Radstation am S-Bahnhof Ratingen Ost dreht sich alles rund um das Rad. Hier kann man sein Fahrrad fachgerecht warten, reparieren oder bewachen lassen. Auch der Verleih und der Verkauf von Gebrauchträdern gehört mit zum breit angelegten Dienstleistungsangebot. In diesem Jahr wird dort zum ersten Mal ein Jugendlicher zum Fahrradmonteur ausgebildet. „Es ist wichtig, dass jungen Menschen die Chance auf eine sinnvolle und wertgeschätzte Arbeit gegeben wird", so Laumann, der sich angeregt mit dem Auszubildenden austauschte.
Danach ging es weiter zu den Räumlichkeiten von „Rock und Rolli", wo sich die Anwesenden von den Mitarbeiterinnen ihre Aufgabe erklären und zeigen ließen. Rock und Rolli ist ein Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für langzeitarbeitslose Frauen aller Altersgruppen, die Arbeitslosengeld II beziehen und am Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind, z.B. allein erziehende Mütter. Dort werden qualitativ hochwertige gebrauchte Textilien, Schuhe und Spielsachen für den Verkauf vorbereitet. Nach der Aufbereitung werden sie in einem Selbstbedienungs-Secondhandladen zu günstigen Preisen angeboten.
Im Anschluss an die Besichtigung kam es zu einer lebhaften Gesprächsrunde zwischen den Leiterinnen des SkF und den Christdemokraten. Dabei bedankte sich die Vorsitzende des SkF, Frau Bohnen, zunächst für den erneuten Besuch von Karl-Josef Laumann und Wilhelm Droste in ihrer Einrichtung. „Ich freue mich, dass ich mit Herrn Laumann und Herrn Droste Ansprechpartner habe, die immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen haben", so Frau Bohnen. „Beide sind bereits seit Jahren immer auf schnellem und unkompliziertem Weg für uns erreichbar."
Die Anwesenden diskutierten vor allem über die Beschäftigungsförderung in unserer Gesellschaft. „Es ist für Langzeitarbeitslose immens wichtig, dass ein geregelter Alltag geschaffen wird. Diese Menschen müssen Strukturen bekommen und einer sinnvollen und für sie anregenden Tätigkeit nachgehen können", so Frau Bohnen. Nach der bundesweiten Instrumentenreform sind auch die Mittel für die SkF in Ratingen knapper geworden. Der ehemalige Landesarbeitsminister Laumann versprach sich wieder verstärkt für die Beschäftigungsförderung von Langzeitarbeitslosen einzusetzen, sollte er nach der Wahl am 13. Mai wieder Landesarbeitsminister werden. Norbert Röttgen hatte Laumann als einen der ersten Minister für Arbeit und Soziales in seinem Schattenkabinett vorgestellt.
Laumann unterstrich im Gespräch aber auch seine Wertschätzung für seinen Kollegen Droste. „Wilhelm Droste ist für mich ein ganz wichtiger Mitstreiter. Es gibt nicht viele, die wie er ehrlich, aufrichtig und kollegial sind", so Laumann. Laumann und Droste verabschiedeten sich mit dem Versprechen, das gute Zusammenwirken auch in Zukunft fortzuführen und weiterhin eng zusammenzuarbeiten.
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