Dr. Wilhelm Droste, bis zur Auflösung des Landtags Abgeordneter für Heiligenhaus und Ratingen, hat sich mit Schreiben vom heutigen Tag an den Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg, Dr. Gerd Bollermann, gewandt, um ein klares und transparentes Verfahren beim Thema „Fracking" anzumahnen. „Es gibt viele fachlich fundierte Gründe, die eindeutig gegen die Zulassung von Fracking-Aktivitäten sprechen", so Droste. „Durch die Bohrungen werden verschiedene Erdschichten durchstoßen, was die Gefahr geologischer Kurzschlüsse mit sich bringt. Dies betrifft den hiesigen Raum umso mehr, als dass die Stadtwerke beider Städte meines Wahlkreises das Trinkwasser für Ratingen und Heiligenhaus aus dem Grundwasser gewinnen. Das Wasser genießt aufgrund seiner hohen Qualität eine erhebliche Wertschätzung in der Region. Ich werde alles tun, um dieses Naturprodukt nicht durch Fracking-Aktivitäten zu gefährden."
Droste: „Viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Region gewinnen darüber hinaus den Eindruck, dass die erforderlichen Genehmigungen zum „Fracking" ohne weitere Einbindung oder auch nur Information der betroffenen Öffentlichkeit erteilt werden könnten. Diese Tendenz halte ich für überaus bedenklich."
Die Firma Wintershall begründet ihre derzeitigen Aktivitäten am Ort mit geologischen Voruntersuchungen, um das Ressourcenpotential für unkonventionelle Erdgaslagerstätten abzuklären. „Dabei stellt sich mir die Frage, inwiefern aktuell überhaupt ein Bedarf nach solchen Voruntersuchungen gesehen werden kann", so Droste. „Die Äußerungen von Wintershall legen jedenfalls den Verdacht nahe, dass eine Genehmigung zu „Fracking" bereits beantragt ist oder zeitnah beantragt werden könnte. Dies muss unbedingt verhindert werden", so Droste abschließend.
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